Auf der Überholspur

Sie heizt den Männern richtig ein! Doreen Seidel (30) gibt auf der Rennstrecke seit vier Jahren ordentlich Gas. „Ich muss mich in einer Männerdomäne durchzuboxen, das ist nicht leicht“, sagt sie im Interview mit dem IMPRESS YOURSELF-Magazin. „Abseits der Strecke sind die Jungs alle total charmant. Doch sich von einer Frau überholen zu lassen – das verkraften sie nur schwer.“

Doreen, wie bist du zum Motorsport gekommen?
Ich hatte schon immer ein Faible für den Rennsport. Vor sieben Jahren bin ich Playboy-Bunny geworden und durfte irgendwann zur DTM. Ich war hautnah beim Rennen dabei und habe mich sofort in die Atmosphäre verliebt. Später habe ich mitbekommen, dass Cora Schumacher Mini-Challenges fährt. Ich dachte mir, das will ich auch.

Nicht zu unterschätzen ist die Zeit, die du in den Rennsport investieren musst.
Richtig! Ich habe BWL studiert, meinen Master in International Marketing gemacht und habe danach in einer Agentur angefangen zu arbeiten. Irgendwann musste ich mich entscheiden: Rennsport oder Schreibtischjob? Ich habe dann alles auf eine Karte gesetzt und meinen Job gekündigt. Ich wusste, diese Chance bekomme ich nie wieder.

Was hat deine Familie dazu gesagt?
Meine Mama findet das noch immer furchtbar. Sie sagt: „Doreen, du hast doch studiert. Lass’ den Quatsch, mach’ was Vernünftiges, denk an deine Zukunft. Das ist doch alles viel zu gefährlich.“ Aber das Rennfahren ist nun mal meine Leidenschaft – auch wenn ich auf alle Sicherheiten, die ich vorher durch meine Festanstellung hatte, verzichten muss. Ich bin nun selbständig und habe nie die Gewissheit, dass ich im nächsten Jahr wieder im Rennauto sitzen werde. Ganz viel ist einfach von Sponsoring und anderen Faktoren abhängig. Doch Dank des Playboys wurden mir damals unheimlich viele Türen geöffnet – und das ist heute nicht anders.

Inzwischen bist du als Rennfahrerin gut unterwegs, man kennt dich auch aus TV-Shows wie „Grip – Das Motormagazin“. Was kommt noch?
Ich hoffe, ganz viel. Insbesondere auf der Strecke. Da lande ich zurzeit meistens im Mittelfeld. Luft nach oben ist vorhanden. Ich wünsche mir, dass diese Reise noch lange nicht zu Ende ist.

Auf der Piste stehst du den Männern in Nichts nach. Womit kannst du sie noch toppen?
Meine Freunde nennen mich zum Spaß „Tomboy“ – was so viel heißt wie Mannsweib. Ich mache einfach gerne Männersachen. Ich glaube, ich bin auch handwerklich begabter als mancher Mann. Falls du ein neues Bad brauchst – oder eine Küche eingebaut werden muss, ruf mich an. (lacht)

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